Pressestimmen zum Raum
Opernloft für OpernmuffelMuntere Trinklieder erklangen zur Eröffnung des Opernlofts in Eilbek. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und langten nach den gefüllten Stielgläsern. Hatte doch die fabelhafte Mezzosopranistin Feline Knabe mit Prinz Orlofskys Couplet charmant angedroht: "Wer mir beim Trinken nicht pariert, dem werf ich ganz ungeniert die Flasche an den Kopf." Das Potpourri aus Oper, Operette und Musical - geboten vom sich erstaunlich wandlungsfähig zeigenden Sängerquintett - steigerte die Feststimmung in der zum Theater umgestalteten Fabriketage. Schwarz ist die Bühne ausgeschlagen, weiß erstrahlt der Zuschauerbereich unter Japanlampen - und rot der Bartresen.
Auf wirkungsvolle Kontraste setzt auch das Programm für Kinder, Jugendliche und erwachsene Opernmuffel. Sie sollen mit verständlichen Kurzfassungen und unkonventionellen Inszenierungen neugierig gemacht werden. Von einer Erfolgsstory sprach die Theaterreferentin der Kulturbehörde, Elke Westphal: "Sie ist dem Engagement und künstlerischen Konzept des 2002 gegründeten Jungen Musiktheaters zu verdanken. Nun kann es im eigenen gemütlichen Ambiente die Vertrautheit mit der Welt der Oper schaffen."
Hamburger Abendblatt, erschienen am 21. September 2007
Neue Bühne für Operngenuss
Hamburg hat ein Opernloft! Mit einer rauschenden Gala eröffnete das Junge Musiktheater seine neue Bühne in Eilbek. Die Bude war rappelvoll, der Wein lecker und das Ensemble tipptopp bei Stimme. Und so gut drauf, dass es Ralph Benatzkys "Im Weißen Rössl am Wolfgangsee" kurzerhand umdichtete und frechfrei "Im neuen Hamburger Opernloft" trällerte.
"Das Junge Musiktheater - eine Erfolgsstory?", fragte Elke Westphal, Theaterreferentin der Kulturbehörde. Und gab auch gleich die Antwort: "Ich finde ja!" Den Grund dafür sah sie in dem "bewundernswerten Engagement des jungen Teams", an dessen Spitze Yvonne Bernbom und Inken Rahardt stehen. Die beiden Opernsängerinnen führten nicht nur charmant durchs Programm, sondern sangen mit ihrem Ensemble auch manch Ständchen.
Das rot-weiß-schwarze Loft hat Platz für 100 Zuschauer. Sein modernes Ambiente passt prima zum jungen Programm: Gespielt werden hier Kinderopern, aber auch die Kurzopern der Reihe "OperaBreve", die sich vor allem an Jugendliche und Operneinsteiger richtet. Die erste Premiere: Otto Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor". Der zur Eröffnung gezeigte Ausschnitt macht Lust darauf.
Hamburger Morgenpost vom 17.09.2007
Neues Opernloft für das Junge Musiktheater
Oper für Kinder, Jugendliche und Einsteiger leicht gemacht: Das seit 2002 existierende Junge Musiktheater hat sein Konzept bisher mit Gastspielen und einer festen Spielstätte im Club H1 etabliert, verfügt ab jetzt auch über eigene Räume. In einer Fabriketage an der Conventstraße 8-10 in Eilbek richteten die Theaterleiterinnen Inken Rahardt und Yvonne Bernbom in vier Monate langer Umbauzeit das neue "Opernloft" ein. Sie eröffnen den multifunktionalen Spielraum mit mobilen Tribünen für 120 Besucher und einer roten Theaterbar am 15. September.
Auch das Programmangebot für die kommende Saison hat sich erweitert. Neben dem Repertoire für Kinder und Jugendliche mit sieben Produktionen, bieten Rahardt und Bernbom nun auch Oper für Erwachsene in Kurzform an. "Um Schwellenängste abzubauen, Neugier und Lust für die Musikform zu wecken", erklärt Rahardt. "Wir machen die Werke leicht zugänglich, ohne dass man vorher den Opernführer studieren muss, und nach 90 Minuten Vorstellung kann man noch gut essen gehen." Sie inszeniert ihre Bearbeitung von Otto Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor" zum Auftakt der Reihe "OperaBreve". Weitere "Kompakt-Klassiker" sind geplant: "La Bohème" und "Carmen".
Abendblatt erschienen am 29. August 2007
Neues Opernhaus in der Fabrikhalle
Mit dem Lastenaufzug in die Oper? Warum denn nicht. Beim Jungen Musiktheater Hamburg pfeift man auf Konventionen. Von der festen Spielstätte im H1 Club zieht man nun drei Stockwerke höher. Pünktlich zum Saisonbeginn am 15. September wird die ehemalige Fabrikhalle und Probenbühne in der Conventstraße in Eilbek als neues Opernloft eingeweiht. Endlich ein eigenes "Opernhaus"!
Die Freude steht den beiden Chefinnen des Musiktheaters, Yvonne Bernbom und Inken Rahardt, ins Gesicht geschrieben. Die Technik muss noch eingerichtet werden, die Anzahl der Stühle wird auf 120 aufgestockt - dann ist alles fertig. Aber schon jetzt hat der helle Saal mit dem großen roten Tresen eine unverwechselbare Atmosphäre.
Der richtige Ort für das Kinder- und Jugend-Musiktheater, mit dem das Ensemble schon seit Jahren erfolgreich tourt. Aber auch Erwachsene kommen auf ihre Kosten. In der Sparte Opera Breve - Oper "in kurz" - kann man ganz ungezwungen in "La Bohème" reinschnuppern oder sich von "Carmen" berauschen lassen, denn keine Aufführung dauert länger als 90 Minuten, und pointiert aufbereitete Hinweise zum Werk gibt es gratis dazu.
MOPO vom 29.08.2007
OPER UND TANZ
Mehr oder weniger versteckt liegt er in einem Hinterhof in einer ruhigen Wohnstraße nahe der Hamburger
City. Wenn man die Hausnummer nicht wüsste und draußen an der Wand kein Riesen-Transparent auf diesen
Spielort hinwiese, man würde glatt daran vorbeilaufen. Durch ein wenig einladendes Treppenhaus geht es bis
in die dritte Etage eines Gebäudes, in dem man alles andere als ein Theater vermutet.
Hat man aber oben – was nicht leicht ist – die richtige Tür erst einmal gefunden, wird man beim Betreten des
Jungen Musiktheaters Hamburg sofort von der positiven Atmosphäre gefangen genommen. In einem einzigen
großen Raum hat diese kleine, ganz eigene Welt ihren Platz gefunden, eine Oase mitten in der quirligen Großstadt.



