OPERNLOFT
Sie sind hier: Startseite » Das Theater » Mission

Mission

Durch seine sieben Jahre lange Arbeit in Hamburg hat sich das Opernloft bereits einen guten Namen gemacht, indem es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Einstieg in die Welt der Oper öffnet.

Kultursenatorin Karin von Welck: „Ein Theater in dieser Form hat es bislang in Hamburg so nicht gegeben und Ihr Publikum hat es mit einem sehr positiven Echo aufgenommen.“

Kinder erleben im Opernloft oftmals ihre erste Oper. Sie sind noch offen für klassische Musik, nicht selten singen sie die Melodien nach diesem ersten Hörerlebnis begeistert nach.
Jugendliche finden Oper meist total uncool. Wir holen sie mit den ihnen vertrauten Elektrobeats ab und haben so schon einige von ihnen zur „alten“ Oper verführt.

Erwachsene, wenn sie nicht in jungen Jahren mit klassischer Musik in Kontakt gekommen sind, haben es zum Teil noch schwerer, die Schwelle zur Oper zu überwinden. Mit unseren 90-minütigen Kurzopern nehmen wir all denen, die bisher kaum in Kontakt mit klassischer Musik kamen, die Scheu vor der „großen“ Oper.

Die frischen Inszenierungen im Opernloft machen die Menschen neugierig. Oftmals gehen sie von hier aus in die Staatsoper. Umgekehrt kommen Menschen, die sich bei zum Teil 30 Jahre alten Repertoire-Inszenierungen langweilen, ins Opernloft, um zu sehen, wie wir in alt-bekannten Geschichten Neues entdecken und wie wir alte, unbekannte Geschichten heute erfahrbar machen.

Das Opernloft macht Oper für Einsteiger

Das Opernloft begeistert junge Menschen für das „alte“ Genre Oper. Und das ist dringend nötig, denn nach einer aktuellen ARD-Umfrage sind zwar 53 Prozent der Erwachsenen in Deutschland prinzipiell offen für klassische Musik, aber nur sechs Prozent gehen regelmäßig in Konzerte, Oper und Ballett – und die sind im Durchschnitt 63 Jahre alt.
Die Oper stirbt aus, weil ihre Zuschauer sterben. Genau hier greift unser Bildungskonzept an: Das Opernloft macht Oper für Anfänger.

- Für Kinder, weil es wichtig ist, Berührungsängste vor klassischer Musik, Theater und besonders vor der Oper möglichst früh abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen (Jugendkulturbarometer 2004/Studie des Bundesbildungsministeriums)

- Für Jugendliche, weil es wichtig ist, junge Menschen aus der Isolation des Internets herauszuholen. Oper wird – wie Kino oder Theater – gemeinsam erlebt. In der Oper werden Geschichten erzählt, die auch Jugendliche angehen – Geschichten von unbedingter Liebe, echter Freundschaft oder rasender Eifersucht.

- Für Erwachsene, weil sie die Eltern, Großeltern, Erzieher und Lehrer von Kinder und Jugendlichen sind. Wenn Erwachsene Oper „doof“ finden, hat der Nachwuchs keine Chance. Denn Eltern oder Lehrer, die selbst „Angst“ vor Oper haben, werden auch mit ihren Kindern oder Schülern nicht in die Oper gehen.


Klassische Musik fördert nachweislich die Intelligenz von Kindern. Oper leistet noch viel mehr. In der Kombination von Musik und Schauspiel spricht Oper den ganzen Menschen an – sein Gefühl und sein Gehirn. Beides droht in unserer Gesellschaft zu verkümmern.

Das Opernloft betreibt Basisarbeit. Hier werden Menschen zu Opernzuschauern ausgebildet. Menschen, die noch nie in der Staatsoper waren, trauen sich eher ins legere Opernloft. Hier lernen sie Oper in kompakter Form – in 60 bis 90 Minuten – kennen und lieben. Von hier aus wagen sie den Sprung in die „große“ Oper. Insofern versteht sich das Opernloft als Vorschule der Oper.

Das Opernloft betreibt Bildungsarbeit

Das Opernloft erreicht mit seinen Produktionen für Zuschauer ab 3 Jahren pro Jahr fast 10 000 Kinder, die oftmals nie zuvor eine Oper gesehen haben und mit einer einzigen Electr’Opera in einem Vorstellungsblock etwa 900 Jugendliche, die größtenteils zuvor nie im Theater waren. Bei der
Electr’Opera „Romeo reloaded“ standen neben unseren jungen Opernsängern außerdem 30 Jugendliche auf der Bühne, die aus 16 Nationen stammten.
Das Opernloft erreicht mit jeder OperaBreve, Oper in kurz, Erwachsene, die sonst nicht in die Oper gehen würden, die Oper bei uns kennen lernen und mit ihren Kindern und Enkelkindern wieder kommen. Wir sprechen alle Generationen an, weil wir wissen, dass Kinder ohne Eltern, Erzieher oder Lehrer nicht in die Oper/ins Theater gehen können.
Das Team vom Opernloft leistet eine Bildungsarbeit, die von der Hamburgischen Staatsoper in diesem Umfang und in dieser Regelmäßigkeit nicht geleistet wird. Das ist für uns zum einen eine Chance, zum anderen ist es aber doch eine offensichtliche Lücke, die das Opernloft in der werdenden Musikmetropole Hamburg schließt.

Das Opernloft hat pro Saison acht verschiedene Produktionen für Kinder im Programm – darunter immer Premieren und Uraufführungen. Alles, was wir für Kinder und Jugendliche machen, bringt dem Opernloft keinen Gewinn. Wir machen das aus der Überzeugung, dass Kultur in unserer Gesellschaft ein wichtiger Baustein zum Erwachsenwerden ist. Auszeichnungen wie „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ bestätigen uns in dieser Nachwuchsarbeit.

Weitere Bestätigung ist eine kleine institutionelle Förderung durch die Kulturbehörde – und auch die Tatsache, dass man das Opernloft an Theatern misst, die das 5- oder sogar 10-fache an Fördergeldern zur Verfügung haben. Bereits drei Mal wurden Künstler unseres Hauses mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet. 2010 begam das Opernloft den begehrten Pegasus-Preis für Hamburger Privattheater.

Wir freuen uns auf weitere Erfolge. Aber vor allem, möchten wir Sie bald als unseren Gast begrüßen und Sie von der Oper überzeugen!