Paulas FSJ im Opernloft

Mein FSJ im Opernloft

Ich bin Paula und ich habe 2021/2022 mein FSJ Kultur hier am Opernloft gemacht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie bisher nichts oder nur wenig von mir gehört, weil ich den Großteil der Zeit hinter den Kulissen tätig war. So kommt es, dass mein erster Blogbeitrag gleichzeitig auch mein letzter sein wird, aber nach einem so erlebnis- und erfahrungsreichen Jahr möchte ich abschließend noch einmal auf meine Zeit hier am Opernloft zurückblicken.

Wenn ich mein FSJ Kultur in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es “vielseitig”. Ab Tag eins wurde ich in den Theater Alltag eingebunden und habe schnell eigene Aufgabenbereiche übernommen. Wobei es einen richtigen Alltag im Theater eigentlich nicht gibt, denn im Prinzip verläuft jeder Tag unterschiedlich - daran zu arbeiten, dass ich flexibel auf plötzliche Planänderungen oder den Sprung ins kalte Wasser reagieren kann, war über das Jahr also meine Daueraufgabe.

Ohne besondere Vorerfahrung zu haben war ich direkt in den ersten Wochen bei den Dreharbeiten für unsere TikTok-Oper #FREE Constanze dabei, meistens als Tonassistenz und habe auch dort viel Neues gelernt.

Einer meiner Hauptaufgabenbereiche lag von Anfang an in der Produktion von diversen Videos für unsere Social Media Kanäle, hauptsächlich Trailer, Interviews und Behind the Scenes Content. Ein bisschen Erfahrung in Videoschnitt und mit Kameras hatte ich bereits, aber es ist etwas ganz anderes, sich ein richtiges Konzept zu überlegen und das dann umzusetzen, inklusive der notwendigen Organisation drum herum. Für die Traileraufnahmen stand ich im Endeffekt dann doch auch des Öfteren mit auf der Bühne, um die Sänger*innen aus nächster Nähe zu filmen.

Das besondere Highlight waren natürlich meine Regieassistenzen bei “Orpheus in der Unterwelt”, “Mord auf Backbord”, “Tosca” und “Faust”. Laura, eine meiner Vorgängerinnen, hat in einem ihrer Blogbeiträge beschrieben, welche Aufgaben man als Regieassistenz während der Proben übernimmt, dennoch hat jede Produktion natürlich ihre eigenen Herausforderungen. Während unserer “Tosca”-Proben musste ich zum Beispiel dafür sorgen, dass immer die ausreichende Menge Verbrauchsrequisiten - also Zutaten für die Pizza - vorrätig waren. Neben dem Führen des Regiebuchs und der Probenorganisation standen also auch einkaufen und abwaschen am Ende des Probentages auf meiner To-Do-Liste. Dafür gab es dann in den Proben aber auch immer Pizza für das ganze Team.

Insgesamt waren die Regieassistenzen jedes Mal auf’s Neue eine sehr intensive Zeit, weil gefühlt alles auf einmal passiert ist und ich den Überblick behalten musste. Wenn dann am Ende alles zusammenfindet und das Stück (Wiederaufnahme-)Premiere feiern kann, ist das aber ein umso schöneres Gefühl.

In der zweiten Hälfte meines FSJs habe ich dann wieder mehr Zeit am Schreibtisch verbracht und neben meiner Arbeit im Videobereich noch einen Ausflug ins Marketing gemacht. Ich habe mich in unsere Website und App eingearbeitet, mit diversen Menschen telefoniert, E-Mails geschrieben und dabei für mich persönlich noch mal einiges mitnehmen können.

Den Satz, den ich in diesem Jahr wohl am häufigsten gehört habe war: “Paula, kannst du mal…” Und auch wenn manche Dinge durchaus herausfordern waren, so kann ich doch am Ende sagen - ja ich kann nach diesem Jahr eine ganze Menge. Unterm Strich war das Jahr für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, vor allem wegen der tollen Menschen, die ich hier kennengelernt habe.

Über das Jahr hinweg habe ich immer wieder Eindrücke und Momente durch einfache Skizzen festgehalten. Dabei herausgekommen sind kleine Momentaufnahmen aus den letzten 12 Monaten, die stellvertretend für die vielen Ereignisse während dieses Jahres stehen.

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