Vier junge Menschen aus der Anime-Cosplay-Szene treffen sich. Sie wollen im gemeinsamen Spiel aus ihrer prüden Realität ausbrechen und sich, zumindest für einen Moment, den Erwartungen der Gesellschaft entziehen. Doch das Spiel eskaliert und aus diesem einen schicksalhaften Treffen der vier entspinnen sich ihre weiteren Lebensverläufe mit allen Konsequenzen. Pinkerton kommt Butterfly dabei zu nahe und sie wird von ihm schwanger. Doch er macht sich aus dem Staub und entzieht sich seiner Verantwortung. Während Butterfly sich in ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau nach Freiheit und Unabhängigkeit sehnt, wünscht sich Suzuki die scheinbar heile Welt einer Familie. Aber auch für sie kommt es anders als erhofft...

Regisseurin Nina Kupczyk nimmt in ihrer Inszenierung Bezug auf den Social-Media Hashtag #regrettingmotherhood. Hinter diesem verbirgt sich eine Bewegung von Frauen, die offen über die Schwierigkeiten und Nachteile des Mutter-Seins berichten. Ihnen geht es darum, gesellschaftliche Tabus anzusprechen und zu hinterfragen. Im Mittelpunkt dieser Butterfly stehen somit die beiden Frauenfiguren. Sie stehen für zwei Lebenswege und Schicksale, wie sie jede Frau in unserer Gesellschaft heute erleben könnte.

Die Künstlerinnen und Künstler

    • Aline Lettow

      Die Sopranistin wurde in Bad Ischl geboren. 2012 schloss sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater München ab. Sie sang als Solistin bei Konzerten der deutschen Kulturtage im Irak. Seit 2006 steht sie beim jährlichen Weihnachtskonzert in Kitzbühel und München auf der Bühne. Außerdem war sie in zahlreichen Opernproduktionen zu sehen, u.a. in Die Fledermaus, Romeo et Juliet und La Vida Breve. Sie sang die Titelpartie in Tosca im Opernloft und im Carl-Orff Saal in München Haydn's Schöpfung. 2013 stand sie beim Oscar-Straus-Wettbewerb im Finale. In der Christuskirche München sang sie das Requiem von Verdi und die F-Moll Messe von Bruckner.

    • Nina Kupczyk - Regisseurin

      Nina Kupczyk arbeitet als Autorin und Regisseurin für Theater und Film. Sie studierte Musiktheaterregie und multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Psychologie an der Universität Bremen. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner Verbandes und internationalen Forums des Berliner Theatertreffens.

      Sie konzipiert, schreibt und inszeniert für Konzerthäuser neue Musiktheater-Formate: Philharmonie Luxembourg „Peer Gynt“, Vivaldis letzter Tanz“, „Der Zauberlehrling“, „Die Sterntaler“, „Aschenputtel“, „Loopino 16/17 und 17/18“, „Der Nussknacker“, „Bout’chou“, „Pinocchio“, „Kalif Storch“, Festspielhaus St. Pölten „Die Königin der Farben“, „Der kleine Nussknacker“, „Don Quijote“, Konzerthaus Wien „Don Giovanni“ und „Scheherazade“, Musikverein Wien „Der Freischütz“, Lucerne Festival „Aschenputtel“.

      Oper- und Theaterinszenierungen für Radio Bremen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg „Des Kindes Mozart“, Opernhaus Kiel „La figlia del mago“, Hamburgische Staatsoper „Der Kaiser von Atlantis“ und „Vanitas_Everyman“, Opernloft Hamburg „Cosi fan tute“, Theater Hagen „Rusalka“, Oper Halle „Don Giovanni“ und Gerhart-Hauptmann Theater „Don Pasquale“.

      Sie drehte mit Studio Hamburg den Kinokunstfilm „Des Kindes Mozart“ (FBW wertvoll) und veröffentlichte als Autorin diverse Auftragswerke, Theaterstücke und Fachliteratur.

      Nina Kupczyk entwickelt aus der Musik heraus eine eigene poetische Bildsprache und sucht nach Verortung des kollektiven Unterbewußtseins in Spannungfeldern politischer, sozialer und psychologischer Realitäten.

      Butterfly ist ihre nunmehr zweite Inszenierung am Opernloft.

      Foto: Max van der Rose

    • Rebecca Aline Freese

      Die Mezzosopranistin Rebecca Aline Frese studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik ‚Carl Maria von Weber‘ in Dresden.

      Schon vor ihrem Studium war sie auf verschiedenen Bühnen in Berlin und Brandenburg zu erleben. Sie sang unter anderem Pantaleone in „Die liebe zu den drei Orangen“, die Hexe in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ sowie Hippolytha in Benjamin Brittens „A Midsummer Nights Dream“ und als Babba in Menottis „The Medium“.

      Beim Musikfestival „Kunst am Kai“ in Lübeck übernahm sie die Rolle der Ave in der Uraufführung „Luther- Oper für junge Menschen“.

      Künstlerische Impluse erhielt Rebecca Aline Frese in Meisterkursen bei Thomas Tomaschke und Christiane Iven, sowie regelmäßig bei Michalea Schuster.

    • Silvio Motta - Ausstattung

      Der Architekt, Bühnenbildner, Videomaker Silvio Motta wurde in Heidelberg geboren. Er weist über 25 Jahre Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner an deutschen und italienischen Theatern auf.

      1988 schließt er seine Ausbildung als Architekt am Politecnico di Milano ab. Seine ersten Theatererfahrungen macht er in Italien bei den Brüdern Lievi und während der Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Tobia Ercolino in Florenz.

      1991 gewinnt er den UBU-Preis für das beste Bühnenbild des Jahres mit der Uraufführung “Plötzlich letzten Sommer” von Tennessee Williams, Regie von Cherif, Teatro Testoni in Bologna.

      Von 1993 bis 1994 arbeitet er am Stadttheater Konstanz und ist später als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner an verschiedenen Häusern in Europa beschäftigt.

      Seit einigen Jahren setzt er sich mit dem Thema “Theater und neue Medien als Möglichkeit einer neuen Form der Theatersprache” intensiv auseinander. Darunter fällt die Produktion “Augmented Pinocchio”, die international aufgeführt wurde und mit dem Preis des Fringe Festivals in Neapel ausgezeichnet worden ist.

      Von 2010 bis 2015 war er Leiter der Bühnenbild-Fakultät an der LABA, Libera Accademia di Bella Arti in Brescia, Italien, tätig.

    • Lukas Anton

      Der Bariton Lukas Anton studierte in Hamburg und Dresden. Engagements führten in bereits an das Stadttheater Osnabrück, die Staatsoperette Dresden sowie die Landesbühnen Sachsen. Dort sang er verschiedenen Partien in u.a. der Prinzessin auf der Erbse, My Fair Lady und Eine Nacht in Venedig. Ebenfalls war er als Solist bei verschiedenen Uraufführungen neuer Musik zu erleben, so zum Beispiel Hermann Kellers „Barbaras Passion“ die auch für den Mitteldeutschen Rundfunk aufgezeichnet wurde. Beim Lübecker „Kunst am Kai“-Festival lieh er bereits bei zahlreichen Uraufführungen von Werken der Komponistin Gabriele Pott Hauptrollen seine Stimme. Im Opernloft hatte der Bariton mit der Hauptpartie des „Don Giovanni“ in der Spielzeit 19/20 sein Debüt.

    • Amy Brinkmann-Davis - Musikalische Leitung

      Amy Brinkman-Davis wurde in Denver, Colorado, geboren. Sie studierte Klavier und Korrepetition in New York. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie unter anderem an der Opera Ithaca und Mobile Opera in Alabama als Korrepetitorin. Anschließend wagte sie den großen Schritt nach München, um Deutsch zu lernen und sich mit der dortigen Theater- und Musikszene auseinanderzusetzen. In München arbeitete sie als Korrepetitorin in der Pasinger Fabrik, am Gärtnerplatztheater und der Akademie August Everding. Dort wirkte sie in zahlreichen Schauspiel- und Musiktheater-Produktionen mit, darunter auch die Realisierung ihrer eigenen musikalischen Version von Hedda Gabler an der Studiobühne der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der sie die Regie und Komposition übernahm. Darüber hinaus begleitet sie als Pianistin regelmäßig Liederabende und Konzerte. Seit August 2019 ist sie musikalische Leiterin im Opernloft.

    • Ljuban Zivanovic

      Der serbische Tenor Ljuban Zivanovic absolvierte bis 2007 die Mittlere Musikschule in Belgrad. In seiner Heimat gewann er sechs Mal den ersten Preis beim Nationalen Gesangswettbewerb. Weiterhin hat er in Serbien mit verschiedenen Orchestern zusammengearbeitet und Konzerte gegeben.

      An der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim erhielt er sein Diplom mit Auszeichnung.

      Bühnenerfahrung sammelte Ljuban Zivanovic als Solist in Robert Schumanns „Manfred“ am Theater Baden-Baden und in verschiedenen Produktionen des Opernstudios der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim (u.a. als Tamino in Mozarts „Die Zauberflöte“, als Wenzel in Smetanas „Die Verkaufte Braut“).

      Ljuban Zivanovic war konzertant in Russland, Italien, Deutschland, Bulgarien und Serbien tätig. Sein Lied Debüt gab er beim Heidelberger Frühlingsfestival im April 2015.

      In dieser Spielzeit ist er als Gast an der Hamburger Kammeroper zu sehen. Diesmal als Herzog von Mantua in Verdis ''Rigoletto'', als Camille du Rosillon in ''Die lustige Witwe'' von Lehar sowie als Selim in Rossinis „Adina“.

      Die Stuttgarter Zeitung bescheinigte ihm anlässlich eines Liederabends im Schloss Hohenheim eine „sehr markige, glockenhelle … Stimme“ mit „fantastischem Potential“.

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