Kontakt/ Hotline

  |  

Impressum

  |  

Sie sind hier:  >> Spielplan  >> Oper in Kurz - für Erwachsene  >> Der Ring des Nibelungen 


Der Ring des Nibelungen

Richard Wagners Oper Der Ring des Nibelungen dauert 16 Stunden – verteilt über vier Tage. Das Opernloft schafft Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried und die Götterdämmerung in nur 90 Minuten. Wir konzentrieren uns auf die spannende Geschichte, in der Alberich den Rheintöchtern das Rheingold klaut und daraus den Ring des Nibelungen schmiedet, der seinem Besitzer unendliche
Zauberkraft verleiht. Wir erzählen, wie Siegfried, Sohn des Geschwisterpaares Siegmund und Sieglinde, mit seinem Schwert Nothung den Drachen Fafner tötet und so den Ring bekommt. Wie Siegfried die Walküre Brünnhilde aus dem Feuerkreis rettet, von Hagen ermordet wird und am Ende die gesamte Personage des »Rings«
untergeht.

Das alles erzählen wir in einer eigenen Fassung – als OPERABREVE, Oper »in kurz«. Wir verlegen die Handlung ins Heute, an einen Ort fernab von Drachen und Nibelungen: mitten in eine Pyjama-Party. Vier junge Frauen übernehmen sämtliche Rollen. Sie spielen nicht nur die Rheintöchter, Brünnhilde und die Walküren, sondern auch gleich noch Siegfried und dessen Gegenspieler Hagen. Unsere OPERABREVE ist nicht nur erheblich kürzer als das Original, sondern auch eindeutig amüsanter. Also: Schnuppern Sie einmal in den »Ring«
hinein, verstehen Sie die Geschichte – und genießen Sie die wunderbare Musik!

 

Theater-Tipp des Jahres!

Sören Ingwersen, Kritiker der Hamburger Morgenpost, wählt unseren Ring des Nibelungen zu seinem Theater-Highlight des Jahres 2008!

"Im Opernloft des Jungen Musiktheaters feiern Wagners Walküren Pubertät. So lustig und locker gegen den Strich gebürstet hat man den "Ring des Nibelungen" noch nicht erlebt."

 

 

Der Ring des Nibelungen - Termine und Tickets

Hier können Sie eine Terminübersicht in einem neuen Fenster aufrufen.
Sie können in dieser Übersicht außerdem Tickets buchen. Diese bekommen Sie dann zugeschickt oder Sie drucken die Tickets am eigenen Drucker aus.

 

Pressestimmen

Hamburger Morgenpost:

Wagners Heldendrama im Pyjama

Hektik im Hochbett. Schulmädchen Vero (Veronika Fried) soll ein Referat über Wagners "Ring des Nibelungen" schreiben. Ihre drei Freundinnen sind ratlos: "Was für'n Ring?" Pisa hin oder her - hier muss der größte deutsche Opernstoff offenbar noch einmal gründlich aufgearbeitet werden. Und die Besucher im Opernloft des Jungen Musiktheaters freut es. Denn mal ehrlich: Wer kennt sich schon aus in Wagners Wirrungen um das verfluchte Rheingold, die locker 16 Bühnenstunden füllen?

Zwei Damen ganz bestimmt: Susann Oberacker und Inken Rahardt. Sie haben die 90-minütige Operabreve-Fassung erstellt, die unter Rahardts Regie zu einem flotten Vierer der Sangeskunst gedeiht. Denn die Girlies gehen es praktisch an: Claudi (Claudia Christiane Goldbach) übernimmt die Rolle des hinterlistigen Zwergs Alberich. Dani (Daniela Pech) findet gegenüber Vero ein schlagendes Argument, den Wotan zu mimen ("Du bist zu mickrig für einen Gott"), während Simi (Simone Umland) mit Hilfe des schlauen Buchs "Oper für Dummies" die Handlung rekonstruiert und als tapferer Siegfried das magische (Laser-)Schwert Nothung führt. Der Walkürenritt findet auf dem Damenfahrrad statt, und wenn Vero als Waldvogel die ersten Flugversuche macht, ist das zum Piepen komisch.

Unter der musikalischen Leitung von Markus Bruker (Klavier) mit Daniel Thieme und Elen Harutyunyan an den Violinen präsentieren sich die vier Darstellerinnen in sanglicher und komödiantischer Höchstform. Dieses Heldendrama im Pyjama sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

 

 


 

Hamburger Abendblatt:

Das Ringlein des Nibelungen: Wagner in nur 90 Minuten

Lange vor der Uraufführung hatte Richard Wagner seinen "Ring des Nibelungen" im privaten Kreis vorgestellt. Dort brillierte der Meister als theatralisches Universaltalent, das von der Brünhilde, übers Waldvöglein bis zu Wotan sämtliche Partien selbst sang, sich am Klavier begeleitete und dabei eine Mordsgaudi gehabt haben soll. Diese Zeiten sind leider vorbei, der "Ring" ist als weihevolles Weltendrama längst in höchste Hochkultursphären entrückt. Doch um eine Ahnung vom Geist der ersten Privataufführungen zu erhaschen, empfiehlt sich die Version vom Jungen Musiktheater Hamburg, die am Freitag im Opernloft Premiere hatte.

Regisseurin Inken Rahardt verlegt noch konsequenter als ihr Kollege Claus Guth die gesamte Handlung ins Kinderzimmer. In nur 90 Minuten erschließen sich hier vier Backfische die "Ring"-Welt, indem sie singend, lesend und erzählend in wechselnden Rollen das Drama mit Bordmitteln zum Leben erwecken. Der Hula-Hoop-Reifen wird zum Nibelungen-Ring, Siegfried schleift sein Schwert an einem Fahrradreifen, das Puppenheim von Ken und Barbie ersetzt Walhall.

Spannender als das Umfunktionieren von Kinderzimmerrequisiten ist allerdings die Verwandlung von Kindercharakteren in Figuren der Weltliteratur: Aus der frechen Vero, glänzend gespielt und gesungen von Veronika Fried, wird zwanglos eine rebellische Walküre. Simone Umland verkörpert in den Rollen von Simi, Siegmund und Siegfried drei Inkarnationen des etwas schlichten, blonden, germanischen Sonnenhelden. Und Klein-Wotan, alias Dani, kann man sich in der Version von Daniela Pech ohne Weiteres als oberschlauen Möchtegern-Bandenführer vorstellen. Etwas zu kurz kommt dabei leider die Musik, die ebenfalls aus Bordmitteln, einem Flügel und zwei Streichen, bestritten wird. Der Kernidee aber tut dies keinen Abbruch: Das Kinderzimmerdrama spiegelt die Welt der Großen, so wie Wagners 16-Stunden-Tetralogie Aufstieg und Fall eines ganzen Zeitalters verdichtet. Mit dieser Version spart man 14,5 Stunden, erfährt dennoch, worum es im "Ring" geht, und unterhält sich bestens.

 

Gastspiel-Kritik: Thüringer Allgemeine

Ungewöhnlich, streitbar - originell

Die Ankündigung wurde vom Publikum recht unterschiedlich aufgenommen; Was in Bayreuth in 16 Stunden, verteilt auf vier Abende, über die Bühne geht, sollte in Arnstadt in 90 Minuten möglich sein. Arnstadt. Keine ausgewählten Sänger aus Europa oder Amerika, dafür ein junges Damen-Ensemble; kein großes Wagner-Orchester, dafür eine kleine Kammermusikbesetzung; als Schauplätze nicht das Reich der Nibelungen oder Walhalla, dafür ein Kinderzimmer: Und das Ganze nennt man "Ring des Nibelungen"?
Das Opernloft - Junges Musiktheater Hamburg, 2002 gegründet, sieht seine Aufgabe darin, beim jungen Publikum von heute Interesse an Kunstformen wie Oper und Operette zu wecken, Operneinsteiger durch spannende und phantasiereiche, heutigen ästhetischen Ansprüchen angemessene Inszenierungen zu gewinnen. Gemäß dieser Zielstellung bewiesen Susann Oberacker und Inken Rahardt in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter, Markus Bruker, den Mut, Wagners "Ring" in einer eigens erarbeiteten Kurzfassung auf die Bühne zu bringen: Zweifellos ein ungewöhnliches, streitbares, aber amüsant-originelles Unterfangen, wie die Aufnahme auch durch das Arnstädter Publikum bewies. Auf die großen sinfonischen Sätze der Tetralogie wie das "Waldweben" oder das "Siegfried- Idyll" - im allgemeinen nicht ohne entsprechende Orchesterbesetzung aufführbar - musste von vornherein verzichtet werden. Die Bühnenhandlung konnte sich nur auf spezielle Geschehnisse um den Ring konzentrieren: Alberich stiehlt den Rheintöchtern den Ring, Wotan bringt ihn an sich, Fafner greift ein, Siegfried gewinnt den Schatz, die Tarnkappe und den Ring, der Ring als Liebesbeweis zwischen Siegfried und Brünhilde, der Fluch des Ringes - er bringe seinem Besitzer nur Unglück - erfüllt sich, das Gold wird dem Rhein zurückgegeben.

Inken Rahardt und Susann Oberacker verlegen die Handlung - völlig ungewöhnlich - in ein Kinderzimmer, wo sich vier Mädchen bemühen müssen, in die Welt von Wagners "Ring" einzudringen. Sie lesen, erzählen und kommentieren die Geschehnisse um den Ring und gestalten sängerisch äußerst eindrucksvoll und spielerisch engagiert Höhepunkte des Bühnenfestspiels. Sie schlüpfen dabei in ganz unterschiedliche Rollen, was nicht zuletzt ein Hineindenken in die nächste Bühnengestalt erforderlich macht. Veronika Fried kreierte als Brünhilde, Woglinde, Mime, Wotan und Waldvogel, Yvonne Bernbom als Alberich, Sieglinde und Alberichs Bruder Mime; als Sigmund, Siegfried und Wellgunde ist Simone Umland und Stefanie Bucher als Wotan, Erda, Fafner, Hagen, Flosshilde zu erleben. Mit ihrem Spiel wollen die vier Sängerinnen Opernneulinge an den "Ring" heranführen. Hintergrundinformationen zum Werk, zur Entstehungsgeschichte der Tetralogie und zum Komponisten werden von ihnen erzählt.
Als besonders anerkennenswert ist zu werten, wie die vier jungen Darstellerinnen in den unterschiedlichen Partien die gesanglich schwierigen Anforderungen der "Ring"-Partitur bewältigten. Eine in dieser Qualität kaum zu erwartende Leistung!

Die Bühnenausstattung kommt ohne die in Wagneropern übliche großräumige Spielfläche aus (Bühnenbild Claudia Weinhart). Originell: Als Walkürenritt "tobt" ein Damenfahrrad über die Bühne, dessen Hinterrad ersetzt Amboss und Schleifstein für Siegfrieds Schwert Notung, der mächtige Göttersitz Walhall verkleinert sich zu einem Puppenhaus, den Ring endlich ersetzt ein Hula-Hoop-Reifen.
Vor besonderen, aber tadellos bewältigten Schwierigkeiten stand Markus Bruker, der die Wagnersche Orchesterfülle für eine Triobesetzung (Klavier und zwei Streichinstrumente) umzusetzen hatte, ohne dass die Originalklangfarbe viel an Wirkung verlieren durfte.

Fazit: Ein ungewohnter, aber einfallsreicher Versuch, Wagners Opernzyklus verständlich auf die Bühne zu bringen, um auch dem wenig kundigen Theaterbesucher Zugang zu besonders künstlerisch anspruchsvollen Bühnenwerken zu schaffen. So wurde dieser Opernabend auch von den meisten Musikliebhabern aufgenommen und mit großem Beifall bedacht.

 

 

Kontakt/ Hotline

  |  

Impressum

  |