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Rusalka - Die kleine Meerjungfrau

Rusalka ist die erfolgreichste Oper des tschechischen Komponisten Antonín Dvorák. Zum Träumen schön ist die romantische Musik – etwa Rusalkas »Lied an den Mond«. Die Geschichte des 1901 uraufgeführten Werks geht zurück auf slawische Volksmythen und ähnelt Hans Christian Andersens Märchen Die kleine Meerjungfrau: Die Nixe Rusalka verliebt sich in einen Prinzen und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihren Fischschwanz gegen zwei Menschenbeine einzutauschen. Die Hexe Jezibaba stellt nur eine Bedingung: Für die Beine muss Rusalka ihre Stimme hergeben. Zunächst geht alles gut: Auch der Prinz ist in sie verliebt, bald aber von ihrer Stummheit irritiert. Als er sie mit einer fremden Fürstin betrügt, wünscht sich Rusalka zurück in die Wasserwelt.

Das Opernloft erzählt eine Geschichte, die Kinder und Jugendliche heute angeht. Steffi ist ein ganz normales dreizehnjähriges Mädchen. Sie hat nur ein Handicap: Sie sitzt im Rollstuhl. Als sie sich in den selben Jungen verliebt wie ihre "beste Feindin" Nicole, flieht Steffi in einen Traum, in dem sie sich verwandeln kann: nämlich von einer Meerjungfrau, die nicht gehen kann, in einen Menschen mit gesunden Beinen. Denn nur dann, meint sie, wird sich ihr Märchenprinz in sie verlieben. Nicole jedoch übernimmt in dem Traum der Part der bösen Hexe, die ihr allerlei Hindernisse in den Weg legt, weil sie selbst den Prinzen für sich gewinnen will.
Dvoráks berührende romantische Oper ist im OPERNLOFT ein Stück zum Lachen, Träumen und Nachdenken für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren, bei dem auch die Zuschauer eine wichtige Rolle spielen!

Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, wie die Hauptfigur des Stückes Rollstuhl zu fahren. Anmeldung und Infos zu diesem Rahmenprogramm unter www.schulsport-hamburg.de

 



 

 


 

Pressestimmen



Hamburger Abendblatt: Romantischer Nachhall im Treppenhaus
Eine romantische Märchenoper in die Vorstellungswelt der Kinder des Videospielzeitalters zu übersetzen ist gewiss keine leichte Aufgabe. Einen genial einfachen Trick fand die Regisseurin Alexandra Will für ihre Inszenierung von Dvoraks Oper "Rusalka", die am Montag im Opernloft Premiere hatte.
In Wills Kinderversion ist "Rusalka" ein Mädchen im Rollstuhl, das träumt, eine Nixe zu sein. Dank dieses Kunstgriffs kann Will entlang dem alten Mythenstoff eine kurzweilige Geschichte über Außenseitertum, Selbstmitleid sowie echte und falsche Freunde erzählen. Diese Fragen dürften den meisten ihrer jungen Zuschauer aus täglicher Anschauung bestens bekannt sein, auch wenn sie noch nie von Undinen, Melusinen oder dem Baron de la Motte Fouqué gehört haben.
Dvoraks ebenso eingängige wie zauberhafte Musik hat dabei einen so hohen Mitsummfaktor, dass sie noch eine ganze Weile hörbar im Treppenhaus nachhallte, als das Premierenpublikum vom Märchenloft im dritten Stock auf die Erde zurückkehrte.


Hamburger Morgenpost: Selbst Kinderhorden lauschten andächtig

Eindrucksvolles Musiktheater für Schüler

Es ist laut im Opernloft. Einige Dutzend Kinder schreien, singen, pfeifen, laufen und klatschen wild durcheinander. Der zwölfjährige Muhammad wirft seine Schultasche unter den Sitz und schaut sich neugierig um. Er ist zum ersten Mal im Opernhaus für Kinder und Jugendliche. Vor ihm befindet sich eine lange bunt bemalte Rampe, die als Bühne fungiert. Auf dem Programm steht Dvoràks Kinderoper "Rusalka" - und dann wird es auf einmal dunkel.

Eine rosahaarige Fee erscheint, das Klavier erklingt, die Geschichte beginnt: Die 13-jährige Steffi sitzt im Rollstuhl und ist in Raphael verliebt. Der hat aber nur Augen für die coole Schulhof-Schönheit Nicole. Steffi ist ganz verzweifelt. Sie ist sich sicher, dass sie ihn für sich gewinnen würde - wenn sie nur zwei gesunde Beine hätte. Sie flieht in einen Traum, in dem sie ihre Sehnsüchte ausleben kann. Als Wassernixe "Rusalka" sucht sie nach seiner Liebe. Die findet sie jedoch auch im Traum nicht. Im Gegenteil: Durch einen bösen Zauber beeinflusst, hofiert ihr Angebeteter, im Traum ein Prinz, schon bald eine fremde Fürstin (Simone Umland).

Mit fulminantem Theaterzauber gelingt es Regisseurin Alexandra Will, das junge Publikum zu fesseln. Ihre Sicht von Rusalka hat das enorm sing- und spielfreudige Ensemble um die bildschön singende Nina Karina Schmidt in der Titelrolle virtuos umgesetzt. Beeindruckend auch die packende kammermusikalische Untermalung des Pianisten Markus Bruker. Da verwundnert es nicht, dass die eingangs tobende Kinderhorde am Ende andächtig das Geschehen auf der Bühne verfolgt.

 

 



 

 

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