Was ist eigentlich ein FSJ-Kultur?

Laura Runn Dienstag, 5. November 2019 von Laura Runn

Die Frage bleibt, warum ich mich dann doch für ein Freiwilliges Kulturelles Jahr entschieden habe und nicht bei dem Freiwilligen Sozialen Jahr geblieben bin:
Alle meine Hobbys haben etwas mit Kunst zu tun und genau diese Tätigkeiten werden im kulturellen Bereich ausgeübt! Dadurch habe ich die Möglichkeit, nicht nur an Projekten zu arbeiten, die mir Spaß machen, sondern mich gleichzeitig beruflich zu orientieren. Kultur kann Menschen verbinden, Verständnis und Akzeptanz schaffen, wodurch verschiedene gesellschaftliche Gruppen einander näher gebracht werden. Ein Kulturelles Jahr ist also auch von sozialem Wert!

Warum das Opernloft?

Beim Opernloft habe ich mich beworben, weil mich das Konzept des Theaters angesprochen hat. Ich möchte, genau wie das Opernloft, klassische Musik einer breiteren Masse der Gesellschaft näher bringen und sie langsam an die wunderschöne traditionelle Musik führen. Durch die auf 90 Minuten verkürzten Opern und weitere originelle Konzepte, bei denen die Zuschauer mit ins Geschehen eingebunden werden oder sogar den Verlauf den Abends mitbestimmen können, werden mehr Menschen angesprochen, sich auf die Musik einzulassen.

Was sind meine Aufgaben?

Begonnen habe ich in den ersten beiden Monaten in der Dramaturgie. Dort habe ich an an den Programmheften, Veranstaltungsinformationen, der Websitegestaltung und dem Social Media Content mitgearbeitet. Da ich schon wusste, dass ich ab Oktober die Regieassistentin für die neue Produktion La Traviata bin, habe ich nebenbei schon einige Recherchen erledigt und zur Vorbereitung bei ein paar Proben hospitiert.

Doch ich kann nie genau sagen, was mich am nächsten Tag erwartet - und wie ihr seht, kann das auch mal Schnapsfee-sein beim Halloween-Sängerkrieg bedeuten!


Die Seminare

Neben meiner Tätigkeit im Opernloft habe ich während meines FSJ noch 25 Bildungstage von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendkultur, bei denen wir Freiwilligen uns mehr mit verschiedenen kulturellen Sparten auseinandersetzen. Wir beschäftigen uns mit den Auswirkung der Kultur aufs menschliche Verhalten und befassen uns mit den Einflüssen auf die Gesellschaft. Jede Seminarwoche wird unter einem bestimmten Thema stehen, zu dem wir in Kleingruppen bei den Workshops arbeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt der Seminare betrifft die Berufsorientierung. An zwei der 25 Tage haben wir die Möglichkeit komplett frei zu wählen, wo wir uns gerne weiterbilden würden.

Mitte Oktober hatte ich meine erste Seminarwoche zu dem Thema: "Leinen los - auf zu neuen Ufern!" Es war wunderschön viele kreative Köpfe zu treffen und die Kultur dadurch auf eine ganz eigene Art und Weise kennenzulernen. Nach dieser Fahrt betrachte ich das Zusammenspiel der Kunst mit anderen Augen. Ich habe in der Woche gelernt, dass man aus vielen kleinen Dingen etwas großes erschaffen kann. Und, dass Austausch einen dazu inspiriert Neues zu erschaffen. Die anderen Teilnehmer*innen des Freiwilligen Kulturellen Jahres haben mich in ihre Welt blicken lassen und mir dadurch verschiedene Denkweisen aufgezeigt. Das Besondere dabei ist, dass man dabei auch einiges über sich selber und die eigenen Interessen erfährt.

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