Butterfly

Vier junge Menschen aus der Anime-Cosplay-Szene treffen sich. Sie wollen im gemeinsamen Spiel aus ihrer prüden Realität ausbrechen und sich, zumindest für einen Moment, den Erwartungen der Gesellschaft entziehen. Doch das Spiel eskaliert und aus diesem einen schicksalhaften Treffen der vier entspinnen sich ihre weiteren Lebensverläufe mit allen Konsequenzen. Pinkerton kommt Butterfly dabei zu nahe und sie wird von ihm schwanger. Doch er macht sich aus dem Staub und entzieht sich seiner Verantwortung. Während Butterfly sich in ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau nach Freiheit und Unabhängigkeit sehnt, wünscht sich Suzuki die scheinbar heile Welt einer Familie. Aber auch für sie kommt es anders als erhofft...

Regisseurin Nina Kupczyk nimmt in ihrer Inszenierung Bezug auf den Social-Media Hashtag #regrettingmotherhood. Hinter diesem verbirgt sich eine Bewegung von Frauen, die offen über die Schwierigkeiten und Nachteile des Mutter-Seins berichten. Ihnen geht es darum, gesellschaftliche Tabus anzusprechen und zu hinterfragen. Im Mittelpunkt dieser Butterfly stehen somit die beiden Frauenfiguren. Sie stehen für zwei Lebenswege und Schicksale, wie sie jede Frau in unserer Gesellschaft heute erleben könnte.

Die Künstlerinnen und Künstler

    • Aline Lettow

      Die Sopranistin wurde in Bad Ischl geboren. Während ihres 5-jährigen Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in München sang sie die „Rosalinde“ in der Fledermaus oder die „Juliet“ in der Oper Romeo et Juliet von Gounod. Erfolgreich sang sie als „Salut in La Vida Breve von de Falla im Prinzregententheater. 2012 absolvierte sie die Münchener Hochschule erfolgreich als Diplom Konzert- und Opernsängerin. Neben vielen Wettbewerben, Konzerten und Opernauftritten sang sie ebenfalls etliche Male für Red Bull Eishockey die Hymnen der jeweiligen Länder bei den Endspielen. Seit 2013 gehört sie dem Ensemble des Opernloft in Hamburg an und sang hier die Titelrolle in „Tosca“ von Puccini, die Fiordiligi in „Così fan tutte“ von Mozart und bei „Mord auf Backbord“.

    • Nina Kupczyk - Regisseurin

      Nina Kupczyk arbeitet als Autorin und Regisseurin für Theater und Film. Sie studierte Musiktheaterregie und multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Psychologie an der Universität Bremen. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner Verbandes und internationalen Forums des Berliner Theatertreffens.

      Sie konzipiert, schreibt und inszeniert für Konzerthäuser neue Musiktheater-Formate: Philharmonie Luxembourg „Peer Gynt“, Vivaldis letzter Tanz“, „Der Zauberlehrling“, „Die Sterntaler“, „Aschenputtel“, „Loopino 16/17 und 17/18“, „Der Nussknacker“, „Bout’chou“, „Pinocchio“, „Kalif Storch“, Festspielhaus St. Pölten „Die Königin der Farben“, „Der kleine Nussknacker“, „Don Quijote“, Konzerthaus Wien „Don Giovanni“ und „Scheherazade“, Musikverein Wien „Der Freischütz“, Lucerne Festival „Aschenputtel“.

      Oper- und Theaterinszenierungen für Radio Bremen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg „Des Kindes Mozart“, Opernhaus Kiel „La figlia del mago“, Hamburgische Staatsoper „Der Kaiser von Atlantis“ und „Vanitas_Everyman“, Opernloft Hamburg „Cosi fan tute“, Theater Hagen „Rusalka“, Oper Halle „Don Giovanni“ und Gerhart-Hauptmann Theater „Don Pasquale“.

      Sie drehte mit Studio Hamburg den Kinokunstfilm „Des Kindes Mozart“ (FBW wertvoll) und veröffentlichte als Autorin diverse Auftragswerke, Theaterstücke und Fachliteratur.

      Nina Kupczyk entwickelt aus der Musik heraus eine eigene poetische Bildsprache und sucht nach Verortung des kollektiven Unterbewußtseins in Spannungfeldern politischer, sozialer und psychologischer Realitäten.

      Butterfly ist ihre nunmehr zweite Inszenierung am Opernloft.

    • Rebecca Aline Frese

      Die Mezzosopranistin Rebecca Aline Frese war während ihres Studiums zuletzt als Einspringer in einer Inszenierung von Barbara Beyer in Benjamin Brittens "A Midsummer Nights Dream" als Hippolytha zu hören. Beim alljährlichen Musikfestival Kunst am Kai in Lübeck unter der Leitung von Gabriele Pott, übernahm sie die Rolle der Ave in der Uraufführung "Luther- Oper für junge Menschen". Nach ihrem Studium debütierte sie am St. Pauli Theater Hamburg als "Hexe" in Vera Häupls Inszenierung "Sweet Dreams" nach Humperdincks Hänsel und Gretel.

      In Friederike Langes "Duett für eine Stimme" konnte war sie in der Hauptrolle im Sprechwerk Hamburg zu erleben. Seit 2020 singt Rebecca Aline Frese im Opernloft unter anderem als “Rebecca” in den beiden Krimiopern Mord auf Backbord und Spuk auf Steuerbord.

    • Silvio Motta - Ausstattung

      Der Architekt, Bühnenbildner, Videomaker Silvio Motta wurde in Heidelberg geboren. Er weist über 25 Jahre Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner an deutschen und italienischen Theatern auf.

      1988 schließt er seine Ausbildung als Architekt am Politecnico di Milano ab. Seine ersten Theatererfahrungen macht er in Italien bei den Brüdern Lievi und während der Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Tobia Ercolino in Florenz.

      1991 gewinnt er den UBU-Preis für das beste Bühnenbild des Jahres mit der Uraufführung “Plötzlich letzten Sommer” von Tennessee Williams, Regie von Cherif, Teatro Testoni in Bologna.

      Von 1993 bis 1994 arbeitet er am Stadttheater Konstanz und ist später als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner an verschiedenen Häusern in Europa beschäftigt.

      Seit einigen Jahren setzt er sich mit dem Thema “Theater und neue Medien als Möglichkeit einer neuen Form der Theatersprache” intensiv auseinander. Darunter fällt die Produktion “Augmented Pinocchio”, die international aufgeführt wurde und mit dem Preis des Fringe Festivals in Neapel ausgezeichnet worden ist.

      Von 2010 bis 2015 war er Leiter der Bühnenbild-Fakultät an der LABA, Libera Accademia di Bella Arti in Brescia, Italien, tätig.

    • Lukas Anton

      2019 debütierte der Bariton Lukas Anton an der Staatsoperette Dresden als Obsthändler in der Neuproduktion von „My Fair Lady“, inszeniert von Sebastian Ritschel und als „Frick“ in „Pariser Leben“, inszeniert von Christopher Tölle, an den Landesbühnen Sachsen. Sein Rollendebüt als „Don Giovanni“ folgte ebenfalls 2019 in einer Inszenierung von Kerstin Steeb am Opernloft Hamburg. Im gleichen Jahr folgte das Debüt als Herzog von Urbino und Pappacoda in der Operette „Eine Nacht in Venedig“ an der Kammeroper Hamburg. Der junge Bariton war mehrfach als Solist verschiedener Uraufführungen Neuer Musik zu erleben. So sang er 2016 die Uraufführung der Barabbas-Passion von Hermann Keller (Deutschlandfunk 2017)

      Als Konzertsänger umfasst sein Repertoire große Werke wie die Jahreszeiten, diverse Weihnachtsoratorien und Händels Messiah.

    • Amy Brinkmann-Davis - Musikalische Leitung

      Amy Brinkman-Davis wurde in Denver, Colorado, geboren. Sie studierte Klavier und Korrepetition in New York. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie unter anderem an der Opera Ithaca und Mobile Opera in Alabama als Korrepetitorin. Anschließend wagte sie den großen Schritt nach München, um Deutsch zu lernen und sich mit der dortigen Theater- und Musikszene auseinanderzusetzen. In München arbeitete sie als Korrepetitorin in der Pasinger Fabrik, am Gärtnerplatztheater und der Akademie August Everding. Dort wirkte sie in zahlreichen Schauspiel- und Musiktheater-Produktionen mit, darunter auch die Realisierung ihrer eigenen musikalischen Version von Hedda Gabler an der Studiobühne der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der sie die Regie und Komposition übernahm. Darüber hinaus begleitet sie als Pianistin regelmäßig Liederabende und Konzerte. Seit August 2019 ist sie musikalische Leiterin im Opernloft.

    • Ljuban Živanović

      Der serbische Tenor Ljuban Živanović erhielt an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim sein Diplom mit Auszeichnung und erweiterte sein Studium bei Prof. Anna-Maria Dur bis zum Sommer 2017. Zu seinen Mentoren gehören die Kammersängerin Biserka Cvejic und Douglas Yates. Im August 2019 gewann er den Preis für die beste männliche Stimme beim Montecatini Opera Wettbewerb in Italien. Sein Lied Debüt gab er beim Heidelberger Frühlingsfestival im April 2015.

      Seit 2019 war er bereits als Werther in der gleichnamigen Oper und als Alfredo in Verdis „La Traviata“ in Opernloft zu erleben. Das Opernmagazin schreibt über seinen Alfredo: “Ljuban Živanović ist ein perfekter Darsteller des Alfredo, mit Charisma, Charme… Mit wunderbar klarer Stimme und starker Präsenz begeisterte er das Publikum.”

    • TRANSFORM23 - Sound/Atmosphären

      TRANSFORM 23 – aus Berlin agiert seit 2013 als Künstlergruppe, Think Tank,Konzept-, Produktions- und Gestaltungscompany, die sich mit eigenen spezifischen,artifiziellen Ausdrucksformen und theatralen Zusammenhängen beschäftigt.Unter der Leitung von Nina Kupczyk und Max van der Rose werden in eigenen Produktionsateliers und Studios Projekte mit darstellenden und bildenen Künstlern, Musikern, Entwicklern und technischen Spezialisten realisiert. Für das Opernloft steuern sie zum zweiten Mal Sounds und Klangatmosphären bei.

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.